Miniteich – Kleinod mit hohem Freizeitwert

Der Miniteich bringt den Teich in den kleinsten Winkel. Ob Terrasse, Balkon, Wintergarten oder den kleinen Garten. Oftmals findet man ihn auch in Gärten die einen großen Teich haben.

Der Miniteich wird klassischer Weise in einem Holzfass, Mörtelwanne oder Zinkwanne angelegt und steht oberirdisch oder halb eingegraben an seinem Bestimmungsort.

Daneben gibt es noch die Teichschalen die ebenerdig eingebaut werden. Ein typischer Miniteich im Weinfass umfasst ca. 80 Liter Wasser.

Der Pflegeaufwand

Der Miniteich ist ein Kleinbiotop das sich nicht selbst erhalten kann. Dieses Kleinbiotop ist auf unsere Aufmerksamkeit und Pflege angewiesen.

Dabei hat ein Miniteich durchaus die gleichen Problemfelder wie ein großer Gartenteich. Es bilden sich Algen, Fadenalgen müssen entfernt werden, die Wasserwerte müssen in Ordnung sein und der Standort ist wichtig.

Zwar ist der Aufwand an sich geringer da ein Miniteich zum Beispiel schnell von Fadenalgen befreit ist. Aber man muss sich genauso Gedanken machen wie beim Teich.

Dazu kommt dass ein Miniteich nicht winterfest ist. Aufgrund seiner geringen Tiefe und seiner freien Lage friert ein typischer Miniteich in einem Winter schnell zu. Pflanzen, Tiere und Kleinlebewesen überleben das meist nicht. Außer sie sind ausgesprochen winterhart.

Daher muss ein Miniteich, so die gängige Empfehlung, winterfest gemacht werden. Das bedeutet den Teich entleeren, Pflanzen winterfest im Keller einlagern, Behälter und Technik entsprechend aufbewahren.

Wer einen Wintergarten hat der braucht sich diese Mühe und Gedanken bezüglich des Winters nicht machen und muss sich lediglich um die Wasserpflanzen und den Teichschlamm kümmern der sich dann angesammelt hat.

Wassertiere im Miniteich

Wassertiere sind zum Beispiel Garnelen, Wasserschnecken und Fische. Man kann sagen dass ein Miniteich durchaus für Wassertiere geeignet ist.

Doch einfach mal in den Handel gehen und sich etwas kaufen und einsetzen ist nicht empfehlenswert. Dazu braucht es Sachverstand und je nach dem was für Tiere man einsetzt zusätzliche Technik wie Filteranlagen.

Fische zum Beispiel trüben die kleine Wassermenge schnell ein. Sei es durch Kot oder durch das aufwühlen des Bodensatzes. Viele Anfänger neigen auch dazu zu viel Futter zu geben was zusätzlichen Nährstoffeintrag bedeutet und in Folge das Algenwachstum befördert.

Besonders geeignet sind Garnelen wie die Red Fire oder die Tigergarnele. Manch Aquarianer berichtet von einem Wachstumsschub oder einer intensiveren Färbung. Das klappt aber nicht immer.

Da der Winter dem Miniteich zufrieren lässt muss für die Wassertiere ein Winterquartier in Form eines Aquariums zu Verfügung stehen.

Wer von Aquaristik Ahnung hat der wird auch mit dem Miniteich und seinen Garnelen seine Freude haben.

Zwei Einsteigertipps

Der Miniteich kann zu einem kleinen Paradies für das Auge gestaltet werden. Ein paar Pflanzen richtig angeordnet, ein kleiner Springbrunnen und eventuell eine Unterwasserbeleuchtung sorgen für angenehme Stimmung an warmen Sommerabenden.

1) Die meisten die einen Miniteich anlegen wollen denken an Springbrunnen und Seerose. Genau diese beiden Dinge gehen nicht zusammen.

Die Seerose reagiert auf Wasser von oben sehr empfindlich und wird ihre Blüten schließen. Man muss sich beim anlegen eines Miniteiches festlegen was man von den beiden möchte. Alternativ kann man neben dem Miniteich eine große Wasserschale oder einen zweiten Minteich stellen der eine Seerose beherbergt.

2) Und was ist mit Mücken? Mücken mögen kein bewegtes Wasser. Wer einen Springbrunnen leicht plätschern lässt und für Wasserbewegung sorgt, der wird mit Mücken und Eiablage kein Problem haben.

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