Tomatenpflanzen sollte man so gut wie möglich vor Regen schützen, da sie auf anhaltende Nässe empfindlich reagieren. Wer einen guten Regenschutz für seine Tomatenpflanzen nutzt, bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit gesunde, kräftige Tomatenpflanzen und eine gute Ernte.
Gründe, warum man Tomaten vor Regen schützen sollte

Tomaten sollte man vor Regen schützen, da sowohl die Pflanze als auch die Früchte empfindlich auf Nässe reagieren. Feuchte Blätter begünstigen die Entstehung von Pilzkrankheiten, wie beispielsweise die Kraut- und Braunfäule. Die Pilzsporen breiten sich bei Nässe schnell auf der gesamten Pflanze aus und können so die Blätter, Stängel sowie die Früchte und somit die gesamte Ernte schnell zerstören.
Und auch die Früchte leiden sehr unter zu viel Wasser: Sie platzen leichter auf, werden schnell faulig und verlieren zudem oft an Geschmack. So stellt man sich seine Tomatenernte nicht vor. Daher ist ein einfacher, aber gewinnbringender Regenschutz von großer Bedeutung.
So sieht ein guter Regenschutz vor Tomatenpflanzen aus
Ein Tomatendach, ein Folientunnel, eine Gewächhaus oder ein überdachter Bereich am Haus können die Tomatenpflanzen optimal vor Regen schützen.

Tomatendach
Ein Tomatendach ist eine einfache Überdachung für Tomatenpflanzen, die sie von oben vor Regen schützt. Es besteht meistens aus einem Holz- oder Metallrahmen und einer wasserfesten, transparenten Abdeckung aus Kunststoff, Polycarbonatplatten oder aus Folie. So entsteht ein kleines Dach über der Tomatenpflanze. Die Seiten bleiben im Normalfall offen, sodass die Pflanzen mit ausreichend Luft versorgt werden. Ein solches Tomatendach kann man mit ein wenig handwerklichem Geschick ganz einfach selber bauen.
Folientunnel für Tomaten
Ein Folientunnel für Tomaten ist eine halbkreisförmige Konstruktion, die mit transparenter Folie bespannt ist und die komplette Tomatenpflanze einhüllt. So sind die Tomaten vor Regen, Wind und Kälte geschützt. Durch die transparente Folie bekommen die Tomaten dennoch ausreichend Licht. Außerdem wird Wärme gespeichert, was zu einem schnellen Wachstum führt. So kann man oftmals schneller reife Früchte ernten.
Wichtig ist jedoch, dass man den Tunnel regelmäßig lüftet, damit sich im Inneren keine feuchte Luft staut, was zu Fäulnis führen könnte. Einen Folientunnel gibt es günstig im Fachmarkt oder man baut ihn einfach selbst.
Gewächshaus
Ein Tomatenhaus hilft Tomaten im Regen zu schützen. Es bietet einen sehr guten Schutz vor Regen, Wind und kühlen Temperaturen. Hier herrschen ideale Bedingungen für Tomaten: Sie wachsen warm und trocken. Gleichzeitig kann die Erntezeit durch die optimalen Bedingungen deutlich verlängert werden.
Und auch empflindliche Tomatensorten kann man hier optimal anbauen. Lüftet man regelmäßig im Gewächhaus haben die Tomatenpflanzen hier optimale Wachstumsbedingungen. Bereits ein kleines Gewächshaus im Garten kann für eine gute Tomatenernte sorgen.
Überdachter Balkon oder Hauswand
Auch ein überdachter Balkon oder ein geschützter Platz an der Hauswand eignet sich gut für Tomatenpflanzen. An der wetterabgewandten Hausseite sind sie vor starkem Regen geschützt und profitieren gleichzeitig von der gespeicherten Wärme der Hauswand.
Besonders, wenn man keinen Garten hat, ist das eine praktische Lösung. Man kann Tomaten in Töpfen oder Kübeln flexibel aufstellen und bei schlechtem Wetter auch leicht umstellen. So bekommen die Pflanzen ausreichend Sonne und sind dennoch vor Witterung geschützt.
Darauf ist beim Regenschutz für Tomaten zu achten
Auch wenn man seine Tomatenpflanzen vor Regen optimal schützt ist es wichtig eine gute Belüftung, ausreichend Abstand beim Pflanzen und eine gute Stabilität zu gewährleisten.

Gute Belüftung
Eine gute Belüftung der Tomatenpflanzen verhindert, dass sich feuchte Luft unter dem Regenschutz staut. Bleiben die Blätter nach dem Regen oder nach dem Gießen zu lange feucht, kann es zum Ausbruch von Pilzkrankheiten kommen, was die Tomatenpflanzen schädigt. Deshalb sollten die Seiten des Regenschutzes möglichst offen sein, damit Wind und frische Luft die Pflanzen schnell abtrocknen können. Im Gewächshaus oder unter einem Folientunnel sollte man regelmäßig und ausreichend lüften.
Pflanzabstand zwischen den Pflanzen
Tomaten brauchen ausreichend Platz, damit genug Licht und auch genug Luft an alle Pflanzenteile gelangen. Stehen die Pflanzen zu dicht nebeneinander, trocknen die Blätter nach dem Gießen, nach dem Regen oder bei hoher Luftfeuchtigkeit nur langsam, was zu einem erhöhten Risiko von Pilzbefall führen kann. Ein Pflanzabstand von 50 bis 70 cm im Gewächshaus und 70 bis 80 cm im Freiland beugt Krankheiten vor und sorgt für ein kräftiges Wachstum.
Stabilität bei Wind
Ein Regenschutz sollte außerdem so stabil gebaut sein, dass er auch bei starkem Wind sicher stehen bleibt. Lockere Folien oder schlecht befestigte Dächer können schnell beschädigt werden und beim Umfallen die Pflanzen verletzen. Feste Verankerungen und robuste Materialien sorgen für einen guten, zuverlässigen Schutz.
Richtige Pflege trotz Regenschutz
Auch wenn die Tomatenpflanzen optimal durch einen Regenschutz vor Witterung geschützt sind, sollte man sie regelmäßig gießen, ordentlich hochbinden und regelmäßig auf Krankheiten kontrollieren. So bleiben die Pflanzen gesund und danken mit leckeren Früchten.

Richtig gießen
Gerade mit Regenschutz brauchen Tomaten regelmäßig Wasser, da sie keinen natürlichen Regen mehr abbekommen. Man gießt am besten morgens und zwar direkt an der Wurzel. So bleibt die Erde gleichmäßig feucht. Wichtig ist, Staunässe zu vermeiden, denn zu viel Wasser kann die Wurzeln schädigen und sie beginnen zu faulen.
Als Richtwert gilt: Man gießt die Tomatenpflanzen 2–3 Mal pro Woche, bei hohen Temperaturen nach Bedarf auch täglich. Junge Pflanzen brauchen hier etwa 1–2 Liter pro Gießgang, ausgewachsene Tomaten etwa 2–4 Liter, bei Hitze auch bis zu 5 Liter.
Ausgeizen und Hochbinden
Beim Ausgeizen entfernt man überflüssige Seitentriebe, damit die Pflanze ihre Kraft in die Früchte steckt. Am besten entfernt man neu austreibende Seitentriebe einmal pro Woche. Solange sie klein sind kann man sie einfach abbrechen.
Zusätzlich bindet man Tomatenpflanzen an Stäben oder Schnüren hoch, damit sie stabil nach oben wachsen, mehr Licht bekommen und nach dem Gießen schneller abtrocknen.
Blätter trocken halten
Tomaten mögen trockene Blätter. Deshalb sollte man möglichst nur die Erde gießen und nicht die Pflanze selbst. Blätter, die den Boden berühren, kann man entfernen, damit weniger Feuchtigkeit entsteht und Krankheiten vorgebeut werden.
Regelmäßige Kontrolle auf Krankheiten
Tomatenpflanzen sollte man regelmäßig auf Flecken, welke Blätter oder faulige Stellen überprüfen. Beim Auftreten erster Anzeichen kann man betroffene Blätter schnell entfernen. So kann man oftmals verhindern, dass sich entstehende Krankheiten auf die ganze Pflanze ausbreiten.