Die richtige Erde, so schafft man die ideale Grundlage

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Pflanzen brauchen Nährstoffe, damit sie gedeihen. Neben Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff, die aus Luft und Wasser gewonnen werden, unterstützen die Makronährstoffe Stickstoff, Kalium, Schwefel, Kalzium, Magnesium und diverse Mikronährstoffe (Spurenelemente) das Wachstum. Wasser löst hierzu die Elemente aus dem Boden, damit sie die Pflanzen über ihre Wurzeln zu den Zellen transportieren können. Gehaltvolle Erde bildet die Basis für üppige Blütenpracht im Ziergarten und ertragreiche Ernten im Nutzgarten.

Welche Erde brauche ich?

Das Einmaleins der Gärtnerskunst fängt beim Boden an. Denn die Pflanzen stellen unterschiedliche Ansprüche an das Substrat. Während sich die einen mit eher kargen Verhältnissen begnügen, wünschen sich andere nahrhafte Untergründe.

Die Fruchtbarkeit des Bodens wird von seinem Humusanteil beeinflusst. Im Wald sind es vorrangig herabfallende Blätter, die langsam verrotten.

Ein mit zersetzten Organismen angereichertes Erdreich

  • besitzt eine krümelige Struktur.
  • wird besser mit Sauerstoff versorgt.
  • bindet Regenwasser und gibt es nach und nach an die Pflanzen ab.
  • bietet Lebensraum für Mikroorganismen.
  • enthält lebensnotwendige Nährstoffe für die Pflanzen.

Für den Garten empfiehlt sich daher die Zugabe von Kompost oder die Beimengung von Spezialerde aus dem Handel. Das Kaufen der Erde im ASB Onlineshop ist beispielsweise eine solche Möglichkeit. Wer etwas Geduld mitbringt, kann auch einen Komposthaufen anlegen und seinen eigenen Humus erzeugen. Es kommt aber auch auf die richtige Strategie an, weswegen ein paar Tipps zum Kompostieren hilfreich sind.

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Die richtige Erde finden

Jeder Pflanze das perfekte Substrat zur Verfügung stellen verlangt ein hohes Maß an Eigeninitiative. Gebrauchsfertige Mischungen erleichtern den Aufwand enorm. In den Säcken sind natürliche Rohstoffe und organische Dünger enthalten. Grundsätzlich lassen sich die Erden für die verschiedenen Pflanzenarten und ihre Bedürfnisse wie folgt einteilen:

Blumenerde

Blühende Stauden und einjährige Sommerblumen mögen einen humusreichen und lockeren Untergrund. Universelle Blumenerde mit Hilfe einer Hacke in die vorhandene Gartenerde einarbeiten dient zudem der Bodenverbesserung.

Gemüsebeet vorbereiten

Bei den Pflanzen, die als Nahrung genutzt werden, weichen die Erwartungen an das Erdreich stark voneinander ab. Schnell wachsen und große Früchte hervorbringen verbraucht dafür viel Energie in der Form von Nährstoffen aus dem Substrat. Andere Gemüsepflanzen verschmähen hingegen frisch gedüngte Beete. Je nach Bedarf intensiviert Kompost oder Gemüseerde die Ergiebigkeit des Bodens. Im Gartenbau wird in drei Gruppen unterteilt:

  • Starkzehrer: Kartoffeln, Kohl, Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini, Kürbisse, Sellerie
  • Mittelzehrer: Spinat, Salate
  • Schwachzehrer: Bohnen, Erbsen, Radieschen, Möhren, Zwiebeln

Im günstigsten Fall findet jährlich ein Fruchtwechsel statt. Dort, wo Starkzehrer wuchsen, können im Folgejahr Mittelzehrer und die Saison darauf Schwachzehrer kultiviert werden.

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Kräuter- und Anzuchtsubstrat

Viele Kräuter stammen aus dem Mittelmeerraum. Dort gibt es vorrangig durchlässige und kalkhaltige Böden. Deshalb enthalten Substrate für Kräuter Quarzsand. Oder passende Mixturen werden mit je einem Drittel Gartenerde, Sand und Humus sowie einigen zerstoßenen Eierschalen selbst hergestellt. Dieses luftige Substrat, jedoch ohne Eierschalen, fördert auch die Keimung von Blumen- und Gemüsesamen.

Erde für optimalen Rasenboden

Beim Rasen kommt es auf eine gute Drainage des Bodens an, um Staunässe zu verhindern. Verdichtetes Erdreich und stehendes Wasser schränken das Wurzelwachstum der Gräser ein. Unter diesen Umständen faulen womöglich die unterirdischen Pflanzenteile. Beigemischter Sand stellt dabei eine gute Verteilung des Wassers sicher, damit sich die Wurzeln gut verankern. Humusanteile in Rasen-Erde nehmen zudem den Regen in sich auf und lassen ihn nur langsam versickern.

„Saure“ Erde für Moorbeetpflanzen

Die meisten Gartenpflanzen fühlen sich in einem Bodenmilieu mit pH-Werten von 6,5 bis 7,5 wohl. Rhododendren, Azaleen, Hortensien und Heidelbeergewächse entsprechen jedoch nicht dieser Regel. Sie bevorzugen einen sauren Untergrund mit Werten zwischen 4,5 und 5,5. Der Fachhandel hält Substrate für Moorbeetpflanzen bereit. Ansonsten senkt die Zugabe von Kaffeepulver und Nadelstreu den pH-Wert von normaler Pflanzenerde.

Gemische für Topf- und Kübelpflanzen

In Gefäßen steht Gewächsen nur ein beschränktes Erdvolumen zur Verfügung. Umso nährstoffreicher muss das Substrat sein. Mit Humus und Dünger gesättigte Spezialerde für Grünpflanzen und Palmen hält die Topfkultur gesund und widerstandsfähig.

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Tipp vom Gartenprofi: Beet unter Terrassendach anlegen

Überall, wo eine Überdachung wie beispielsweise ein freistehendes Terrassendach den Regen abhält, kommt es definitiv auf Erde mit wasserspeichernden Eigenschaften an. Eine Mulchschicht aus Rindenstücken oder Rasenschnitt vermindert hierzu die Verdunstung und hält die Feuchtigkeit im Boden, damit nicht so oft gegossen werden muss. Darüber hinaus erweist sich Komposterde praxistauglich. Abgepackte Fertigsubstrate mit viel organischen Substanzen erfüllen den gleichen Zweck und liefern notwendige Nährstoffe.